in ,

Nina Hagen – Godmother of Punk

Auf Arte lief neulich eine Dokumentation über Nina Hagen, in der die Punk-Diva von Filmemacherin Cordula Kablitz-Post porträtiert wurde. Der Film zeigt ihren beispiellosen Aufstieg und die Anfänge ihrer Karriere ab dem Zeitpunkt nach der Ausbürgerung aus der DDR. Konzerte auf der ganzen Welt vor einem großen Publikum und Auftritte in TV Shows. Die Sängerin erzählte in der knapp einstündigen RBB/SRF-Produktion nicht nur aus ihrer Party Zeit, sondern zeigt auch eine nachdenkliche Seite.

Zweifellos hat Nina Hagen ein sehr bewegtes Leben geführt. Angefangen mit harten Jahren in der ehemaligen DDR, Abtreibungen, Drogenexzesse und Skandale. Dabei kamen auch Mutter Eva-Maria, Tochter Cosma und eine ganze Reihe an weiteren Wegbegleitern zu Wort. Die Musikkollegen Reinhold Heil und Manne Praeker aus der Nina Hagen Band, Jim Rakete ,der für Nina Hagen als Manager tätig war und Jochen Leuschner, der ehemalige Manager von CBS. Sie erzählen über ihre kreative Zusammenarbeit mit der Sängerin und wie sie Nina Hagen in den vielen Jahren erlebt haben.

Bekannt wurde die schillernde Diva in erster Linie durch ihre provokante Art. Im Fernsehen gab es schon mal den einen oder anderen Tipp, wie Frau am besten zum Orgasmus kommt, überhaupt nahm Nina Hagen die Rolle der fortschrittlichen Feministin sehr ernst. Auch der Tierschutz war für sie immer wieder ein Thema, zudem unterstützte sie soziale Projekte, wie ein Krankenhaus in Indien und setzte sich von Anfang an gegen die Atomkraft ein. Natürlich geht es auch um den beispiellosen Erfolg von Nina Hagen, der 1976 mit der Ausreise aus der DDR in Fahrt kam. Schon das erste Album mit der Nina Hagen Band, machte die Sängerin 1978 schlagartig berühmt. In ihren Texten rebelliert sie gegen alte Rollenklischees, macht Dinge wie Onanie, lesbische Liebe, Abtreibung und Drogen zum Thema und wird Vorbild für eine ganze Generation junger Frauen in Westdeutschland Ende der 70er Jahre. Aber auch international war sie erfolgreich. Nach ihrer berühmten Interpretation von „New York, New York“ wird sie nicht nur in den USA zum Star. Ausgedehnte Touren durch die Staaten, Kanada und Brasilien machen Nina Hagen auch auf der anderen Seite der Welt bekannt. In Rio de Janeiro spielte sie vor nicht weniger als 300 000 Fans und gilt als die international erfolgreichste deutsche Rocksängerin.

What do you think?

Fotografie-Trend: Boudoir

Urban Knitting – Selbstgestricktes im Stadbild