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Joaquin Phoenix: I ‘m still here

I'm still here
Trailer

I'm still here

Casey Affleck dokumentiert in „I ‘m still here“ ein Jahr lang seinen Schwager Joaquin Phoenix bei seinen Eskapaden als Hip-Hop Musiker. Der verkündete im Herbst 2008 für alle völlig überraschend seinen Ausstieg als Schauspieler aus dem Filmgeschäft, um sich als Rapper und Hip-Hop-Star neu zu entdecken. Es folgen Monate voll mit Skandalen und peinlichen Auftritten, Drogenexzessen und einer Presse, die den Geisteszustand von Joaquin Phoenix in Frage stellt. Später stellte sich heraus, dass die ganze Geschichte eine einzige Inszenierung war, um die Medien zu täuschen und den Narzissmus im Showbusiness anzuprangern. Der Film läuft ab dem 11.08.2011 in den Kinos.

Casey Affleck zeigt in der knapp zweistündigen Dokumentation seinen Schwager in den unmöglichsten Situationen. Kiffend und fluchend, ungepflegt und verzweifelt auf der Suche nach Selbstverwirklichung als Rapper mit falschem Ego und mangelndem Talent. Joaquin Phoenix in aggressiven Augenblicken, in denen er seine Angestellten beschimpft, dann wieder in persönlichen Momenten, die ihn weinend zeigen und ihn in Selbstmitleid zerfließen lassen. Häufig einsam sitzt er in seinem Hotel, surft auf Pornoseiten oder lässt sich Prostituierte aufs Zimmer kommen. Schlechte Liveauftritte, unglücklich verlaufende Interviews und die ungeschickten Versuche P. Diddy als Produzent zu gewinnen, lassen immer wieder die Frage aufkommen, was in diesem Menschen überhaupt vorgehen muss, denn Joaquin Phoenix liefert dem Zuschauer ein unfassbares Bild an Selbstzerstörung und einer völligen Selbstdemontage, die nur schwer zu ertragen ist. Ein Höhepunkt ist der berühmte Auftritt bei David Lettermann, den er fast wortlos über sich ergehen ließ und damit den berühmten Profitalker in ziemliche Bedrängnis brachte. Neben Phoenix sind weitere Stars wie Ben Stiller, Bruce Willis und Jack Nicholson zu sehen.

Noch bei der Premiere auf dem Filmfestival von Venedig war nicht ganz klar, ob es sich bei „I‘m still here“ um eine Dokumentation oder Parodie handelt. Bis zum Schluss wusste niemand, ob es Phoenix wirklich ernst meinte oder sich die ganze Sache als perfekt inszenierter Fake herausstellen wird. Mittlerweile wurde das Geheimnis gelüftet. Casey Affleck nannte das Projekt eine künstlerische Performance, die sich über einen langen Zeitraum hingezogen hat und Joaquin Phoenix kehrte nach Abschluss der Arbeiten zu dem Job zurück, den er am besten kann: die Schauspielerei.

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Written by PsyCreator

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